07.12.2021

Ärzteschaft im Dritten Reich:

Herbert-Lewin-Preis 2021 verliehen

Foto: Hendrik Schmitz/KBV

Zum achten Mal wurde in Berlin der Herbert-Lewin-Preis verliehen. Der Forschungspreis dient der Aufarbeitung der Rolle der Ärzteschaft im Nationalsozialismus sowie dem Gedenken an engagierte Ärztinnen und Ärzte, die verfolgt oder ermordet wurden. Dieses Jahr konnten Kinderarzt Dr. Stephan Heinrich Nolte und Biochemikerin Dr. Vera Trnka die Jury von ihrer gemeinsamen Arbeit über den Pädiater Berthold Epstein überzeugen. Epstein überlebte in Auschwitz als Häftlingsarzt und praktizierte nach der Befreiung in Prag. Laut Jury sei die Arbeit gut dokumentiert und illustriert sowie anrührend und spannend geschrieben. Der Herbert-Lewin-Preis wird vom Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesärztekammer, der Bundeszahnärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung ausgeschrieben. (hes)