22.06.2021

Videosprechstunde: Persönlicher Patientenkontakt bleibt Goldstandard

Foto: Adobe Stock / agenturfotografin

Ärzte und Psychotherapeuten greifen gezielt zur Kamera, ziehen aber weiterhin persönlichen Patientenkontakt Videosprechstunden vor. Dies zeigen zurückgehende Zahlen im Juli, August und September 2020. Im ersten Halbjahr der Pandemie gab es noch einen rasanten Anstieg der Videosprechstunden, wie aus einer Statistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hervorgeht. Während im ersten Quartal 2020 16.869 Ärzte und Psychotherapeuten Videosprechstunden durchführten, stieg die Zahl im zweiten Quartal auf 31.397 an. Im dritten Quartal sank die Zahl der Infektionsfälle deutlich. In dieser Zeit waren es nur noch 22.505. Zum Vergleich: Ende 2019 waren es nur 168 Ärzte und Psychotherapeuten. Videosprechstunden seien eine gute Ergänzung für Praxen, wenn Patienten aufgrund der hohen Infektionszahlen nicht in die Praxis kommen können, sagt KBV-Vizechef Dr. Stephan Hofmeister. „Der Goldstandard bleibt aber der persönliche Kontakt zum Patienten. Das zeigen die aktuellen Zahlen zur Nutzung der Online-Sprechstunde.“ In einem Video-Interview mit der KBV berichtete kürzlich auch die Psychologische Psychotherapeutin Sabine Maur von ihren Erfahrungen mit der Videosprechstunde. (lea)